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Rettung für Mixer, Kochtopf und Co.

Zweites Emder Repair-Café lief noch besser als die Premiere im Januar

Emden. Schon das erste Emder Repair-Café im Januar hatte gut eingeschlagen. Damals kamen während der vierstündigen Reparaturzeit insgesamt 38 „Kunden” mit Haushalts- und anderen Geräten, die zwar defekt, aber noch nicht kaputt genug zum Wegwerfen waren. Beim zweiten Repair-Café an diesem Samstag lief es noch besser. Da hatten sich allein schon in der ersten Stunde 29 Besucher zu Agilio in die Brückstraße aufgemacht und am Eingang bei Anna Gerritzen von der Hochschule Emden/Leer mit ihrem Anliegen registrieren lassen.

Und laufend kamen neue Besucher. Mit Handmixern unterm Arm, bei denen das Kabel lose war. Mit Staubsaugern, bei denen der Schlauch neu angeklebt werden musste. Mit Kochtöpfen, bei denen die Griffe nicht mehr hielten. Sie alle bekamen eine Laufnummer, einen Tipp, welcher der zehn Reparateure ihnen wohl am besten helfen könne und den Hinweis, dass es aber nur eine begrenzte Haftung gibt, weil das Ganze nun einmal ehrenamtlich und kostenlos ist.

Aber das war für die „Kunden” total in Ordnung. Den meisten erschien es wichtiger, dass sich überhaupt noch mal jemand an der Rettung versucht. So wie bei der alten Pfaff-Nähmaschine, deren Kondensator kaputt war. Das nötige Ersatzteil ist aus dem Firmensortiment längst aussortiert. „Wir haben es jetzt erst einmal mit neueren Kondensatoren versucht, aber deren Baumaß ist zu groß”, erläuterte Reparateur Ulrich Kleinhans. „Nun schauen wir im Internet nach, ob wir dort noch einen Kondensator mit den nötigen 30 Jahren auf dem Buckel finden.”

Derweil hatte Daniel Strohbach schon wieder den 3-D-Drucker angeworfen, um kleinere Ersatzteile aus Kunststoff nachzubilden, die einen kleinen Kinderlocher wieder lochen lassen und den schon erwähnten Kochtopf wieder greifbar machen sollten.

„Erstmals bieten wir auch die Reparatur von Fahrrädern an”, ergänzte Jann Gerdes (Stadt Emden) stolz. Die nahm gerade Alfred Kieselbach in Anspruch. Bei seinem Mountainbike mussten die Gänge eingestellt werden. „Ich habe überhaupt kein technisches Verständnis”, gab er zu. Aber dafür gab es ja Hanno Stromann, der im Alltag Lehrer für Metalltechnik an den BBS II ist.

Drinnen zeigte sich Sabine Semken vom Verein „Das Boot” (neben Agilio, Hochschule, Stadt und reformierter Kirche Mitinitiator) begeistert davon, dass manche Besucher unter Anleitung sogar selbst mittüftelten. Wer das nicht wollte oder warten musste, konnte die Zeit bei kostenlosem Kaffee und Kuchen überbrücken. gwo

Das nächste Repair-Café findet am Samstag, 18. Mai, von 13 bis 17 Uhr bei Agilio (Brückstraße) statt.

@ Emder Zeitung vom 18. März 2019, Bild: E. Hasseler

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